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TANZ & THEATER: Helle Nacht - Portrait einer Vielgestalt

Dadaismus im ONO - Theater mit Simone Kern und Bit-Tuner

Emmy Hennings – Dadaistin, Dichterin, Muse. Aber auch Getriebene, Äthersüchtige, Verzweifelte. In „Helle Nacht“ finden alle Facetten dieser faszinierenden Frau auf der Bühne Platz. Und offenbaren körperliche Freuden sowie seelische Abgründe einer bis aufs Äusserste gelebten Existenz.

Die letzte Nacht im Cabaret. Auf die winzige Bühne drängen nacheinander Darsteller welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine dänische Futuristen spricht ein Manifest. Ein verspieltes Mädchen, keine 10 Jahre alt, präsentiert ihre eigene, drollige Fassung des Niebelungenliedes. Ein Polizist verliest ein skurriles Untersuchungsprotokoll. Ein Gebet jenseits aller Konventionen wird vorgetragen.

Neben der Bühne blickt eine junge Frau auf ihr bisheriges, intensives Leben zurück, nur um wieder dem Drang die Bühne zu betreten nachzugeben. Um in weitere Rollen schlüpfen zu dürfen. „Dagny das wilde Tier“. „Der blonde Fetzen“. „Die unschuldige Emsy“. Dem anwesenden Publikum wird klar: Hier handelt es sich immer um die eine und selbe Person. Emmy Hennings. Dichterin, Dadaistin der ersten Stunde und Muse. Aber auch Getriebene, Äthersüchtige und Verzweifelte.

Klangcollagen bestehend aus Versen und düsteren Gedanken der gefeierten Künstlerin drängen in den Raum, drohen den Reigen der fabelhaften Identitäten zu beenden und ein dunkles Geheimnis zu offenbaren.

Und man fragt sich wer am Ende der Nacht auf der Bühne bestehen wird. Emmy oder Emmy.

Spiel: Simone Kern
Klangcollagen: Bit Tuner
Regie: Dominique Müller
Text: Dominic Deville

Galerie/Türe/Bar: 19:00 Uhr

Eintritt: Fr. 25.00 / 15.00

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