ONOStage
LITERATUR: Peter Schneider

Satire und Kolumnen

Soll man bleiben, wie man ist? Muss man böse Menschen hassen? Kann man sich selbst belügen? Ist Unlust eine Krankheit? Darf Satire alles?

In seinen Kolumnen beantwortet Peter Schneider regelmässig Leserfragen. Deren Bandbreite reicht von vermeintlich banalen Alltagsfragen, hinter denen sich plötzlich Abgründe aus vorgefassten Meinungen und allzu bequemen Denkmustern auftun, bis zu den grossen und ganz grossen Fragen unseres Seins, die sich bei näherer Betrachtung auf einmal als substanzlose Spiegelfechterei erweisen können. Scharfsinnig und zuweilen scharfzüngig geht der Autor diesen Fragen nach, bis er deren eigentlichen Kern freigelegt hat. Seine Antworten sind ernsthaft, auch wenn sie mit Sprachwitz daherkommen, treffsicher, überraschend und anregend. Seine alltagspsychologische Praxis verhilft nicht zwingend dazu, ein besserer Mensch zu werden, zumindest aber dazu, über sich, Gott und die Welt genauer nachzudenken. Und wenn man dabei mindestens kein schlechterer Mensch wird, ist das doch auch schon etwas!

«Schneider nimmt die Fragen ernst und gleichzeitig inszeniert er sich nicht als Autorität; er ist Aufklärer im besten Sinn; als echter Bildungsbürger zitiert er lustvoll und treffsicher aus der Weltliteratur, und er setzt das Fachvokabular der Psychologen sehr dosiert ein.» Aus dem Vorwort von ‹Frühchinesisch›, Alexander Sury

Peter Schneider

Geb. 1957 in Dorsten. Magister in Philosophie und Germanistik; Promotion und Habilitation in Psychologie. Lebt und arbeitet in Zürich als Psychoanalytiker und Kolumnist (Radio SRF 3, TagesAnzeiger, SonntagsZeitung, Der Bund). Er ist ausserdem Privatdozent für Psychoanalyse an der Universität Zürich und Professor für Entwicklungs psychologie an der Universität Bremen. Verfasser wissenschaftlicher und weniger wissenschaftlicher Werke. Peter Schneider ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Galerie/Türe/Bar: 18:00 Uhr

Eintritt: Fr. 20.00 / 15.00

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