ONOStage
LITERATUR: Erzählte Welt. Reportagen Festival Bern

Reporter erzählen

Ein Parasit für Arm und Reich

Im Nordosten Brasiliens breitet sich eine Seuche aus: der Chagas-Parasit. Wer davon befallen ist, muss bei falscher Behandlung mit dem Tod rechnen. Es wird befürchtet, dass eine Viertelmillion Menschen darunter leiden, ohne es zu wissen. Warum breitet sich der Parasit in einer der ärmsten Gegenden so schnell aus? Und wieso landen die Mittel zur Bekämpfung in den Taschen von Politikern?

Antonio Melquíades ist investigativer Reporter und spezialisiert auf die Aufdeckung von Menschenrechtsvergehen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehört die Aufdeckung von übermässigem Pestizid-Einsatz der Agrarwirtschaft.

Claude Fankhauser ist Reportagen-Gründer, interessiert sich für neuste Entwicklungen in der Wissenschaft und hat sich in seiner Tätigkeit als Redaktor stets für Menschen, die keine Stimme haben, starkgemacht.

Sprachen: Deutsch und Portugiesisch

Zum Festival

Das Reportagen Festival Bern will Menschen zusammenbringen, die sich für das Schicksal anderer rund um den Globus interessieren. Es bietet die einzigartige Gelegenheit, während drei Tagen mit Reporterinnen und Reportern aus den unterschiedlichsten Weltregionen zusammenzukommen. Mit Journalisten, die ganz nah dran sind an den Leuten und ihrer Realität. Die sich im Kleinen mit dem beschäftigen, was das Grosse ausmacht. Es ermöglicht den Austausch mit Autorinnen und Autoren, die mit ihren wahren Geschichten Brücken schlagen, Verständnis schaffen, Veränderung anstreben und Dinge tatsächlich ins Rollen bringen.

Das Festival will darüber hinaus anschaulich vermitteln, wie Medien funktionieren. Es bietet eine Plattform für das Zusammenkommen von Lesern mit Journalistinnen und Journalisten. Fragen stellen und mitdiskutieren ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Die Teams des Magazins Reportagen und von Bern Welcome laden ein zu drei Sommertagen, die den Horizont erweitern.

Das Herzstück des Festivals ist der erste globale Reporterpreis, der True Story Award.

36 von 39 Nominierten sowie die wichtigsten Vertreter der vierzehnsprachigen Jury kommen alle nach Bern. Sie werden über ihre Arbeit, ihre Recherchen und über das Leben und die aktuelle Situation in ihren Herkunftsländern sprechen und diskutieren.

Das Festival bietet 50 Veranstaltungen an verschiedenen Orten mitten in Bern. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen, ausser der Preisverleihung, ist kostenlos. Dazwischen trifft man sich in den Festival-Bars und -Restaurants rund um den Kornhausplatz. Ein Sprung in die Aare sorgt für Abkühlung.

Galerie/Türe/Bar: 10:45 Uhr

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