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LITERATUR: Erzählte Welt. Reportagen Festival Bern

Reporter erzählen

Der Weltreporter

Wenige Stunden nachdem am 11. September 2001 die Zwillingstürme in New York zusammengebrochen waren, setzte sich Jon Lee Anderson ins Flugzeug Richtung Kabul. Er recherchierte bereits vor Ort, als George W. Bush tags darauf der Weltöffentlichkeit erstmals den Namen Usama bin Ladin als Drahtzieher des Attentats nannte. Im Laufe seiner langjährigen Reporterkarriere begegnete er u. a. Fidel Castro, Augusto Pinochet und Hugo Chavez.

Jon Lee Anderson ist seit 40 Jahren Reporter. Er arbeitet für den New Yorker und veröffentlichte viel beachtete Bücher wie eine 800-seitige Biografie von Che Guevara (Che. Die Biografie) oder Die verwundete Stadt über den Fall von Bagdad und Saddam Hussein.

Daniel Puntas Bernet ist Gründer und Chefredaktor von Reportagen. Jon Lee Anderson lernte er an einem Hamburger Journalistentreffen kennen, wo er allein in einer Ecke sass und an einem Bier nippte.

Sprachen: Deutsch und Englisch

Zum Festival

Das Reportagen Festival Bern will Menschen zusammenbringen, die sich für das Schicksal anderer rund um den Globus interessieren. Es bietet die einzigartige Gelegenheit, während drei Tagen mit Reporterinnen und Reportern aus den unterschiedlichsten Weltregionen zusammenzukommen. Mit Journalisten, die ganz nah dran sind an den Leuten und ihrer Realität. Die sich im Kleinen mit dem beschäftigen, was das Grosse ausmacht. Es ermöglicht den Austausch mit Autorinnen und Autoren, die mit ihren wahren Geschichten Brücken schlagen, Verständnis schaffen, Veränderung anstreben und Dinge tatsächlich ins Rollen bringen.

Das Festival will darüber hinaus anschaulich vermitteln, wie Medien funktionieren. Es bietet eine Plattform für das Zusammenkommen von Lesern mit Journalistinnen und Journalisten. Fragen stellen und mitdiskutieren ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Die Teams des Magazins Reportagen und von Bern Welcome laden ein zu drei Sommertagen, die den Horizont erweitern.

Das Herzstück des Festivals ist der erste globale Reporterpreis, der True Story Award.

36 von 39 Nominierten sowie die wichtigsten Vertreter der vierzehnsprachigen Jury kommen alle nach Bern. Sie werden über ihre Arbeit, ihre Recherchen und über das Leben und die aktuelle Situation in ihren Herkunftsländern sprechen und diskutieren.

Das Festival bietet 50 Veranstaltungen an verschiedenen Orten mitten in Bern. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen, ausser der Preisverleihung, ist kostenlos. Dazwischen trifft man sich in den Festival-Bars und -Restaurants rund um den Kornhausplatz. Ein Sprung in die Aare sorgt für Abkühlung.

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