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LITERATUR: Erzählte Welt. Reportagen Festival Bern

Reporter erzählen

Die Götter von Sanhe

Am Rande der 12-Millionen-Metropole Shenzhen leben die «Sanhe Gods»: Wanderarbeiter und Tagelöhner, die lieber in illegalen Fabriken arbeiten, als sich bei Foxconn & Co. anstellen zu lassen. Die meisten von ihnen haben ihren Personalausweis verkauft und leben von zwielichtigen Geschäften. Es ist eine Gemeinschaft in einer sich selbst versorgenden Subkultur, einzigartig in China und der Welt.

Du Qiang ist renommierter Sachbuchautor und Reporter, der für das People’s Literature Magazine in Schanghai arbeitet. Sein bisher wichtigstes Buch ist Pacific Massacre, ein Bericht über 33 chinesische Hummerfischer, die sich wegen katastrophaler Arbeitsbedingungen gegenseitig töteten.

Simon Leu ist Moderator der SRF-Primetimesendung Rendez-vous, Produzent und Dozent an der Schweizer Journalistenschule MAZ.

Sprachen: Deutsch und Chinesisch

Zum Festival

Das Reportagen Festival Bern will Menschen zusammenbringen, die sich für das Schicksal anderer rund um den Globus interessieren. Es bietet die einzigartige Gelegenheit, während drei Tagen mit Reporterinnen und Reportern aus den unterschiedlichsten Weltregionen zusammenzukommen. Mit Journalisten, die ganz nah dran sind an den Leuten und ihrer Realität. Die sich im Kleinen mit dem beschäftigen, was das Grosse ausmacht. Es ermöglicht den Austausch mit Autorinnen und Autoren, die mit ihren wahren Geschichten Brücken schlagen, Verständnis schaffen, Veränderung anstreben und Dinge tatsächlich ins Rollen bringen.

Das Festival will darüber hinaus anschaulich vermitteln, wie Medien funktionieren. Es bietet eine Plattform für das Zusammenkommen von Lesern mit Journalistinnen und Journalisten. Fragen stellen und mitdiskutieren ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Die Teams des Magazins Reportagen und von Bern Welcome laden ein zu drei Sommertagen, die den Horizont erweitern.

Das Herzstück des Festivals ist der erste globale Reporterpreis, der True Story Award.

36 von 39 Nominierten sowie die wichtigsten Vertreter der vierzehnsprachigen Jury kommen alle nach Bern. Sie werden über ihre Arbeit, ihre Recherchen und über das Leben und die aktuelle Situation in ihren Herkunftsländern sprechen und diskutieren.

Das Festival bietet 50 Veranstaltungen an verschiedenen Orten mitten in Bern. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen, ausser der Preisverleihung, ist kostenlos. Dazwischen trifft man sich in den Festival-Bars und -Restaurants rund um den Kornhausplatz. Ein Sprung in die Aare sorgt für Abkühlung.

Galerie/Türe/Bar: 10:45 Uhr

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