ONOStage
LITERATUR: Lesesessel

Yves Rechsteiner (*1974 in Basel) verzichtete nach dem Abschluss der Handelsschule auf eine höhere Wirtschaftsausbildung, um einem Leben als Musiker, Dichter und Bohemien zu frönen. Während vieler Jahre ist er rund um den Globus gereist und hat immer wieder für längere Zeit an verschiedenen Orten gelebt - das tut er jetzt, mit Frau und Kindern, immer noch. Er verfasst Erzählungen, Hörspiele, Theaterstücke und längere Prosa. Sein Debütroman «Als läge dort tot der Vater» ist 2015 bei Marta Press erschienen. Der Erzählband «Und dann fängt die Vergangenheit an» (Waldgut Verlag) hat es 2016 auf die Hotlist der unabhängigen Verlage geschafft. Yves Rechsteiner liest im ONO aus seinem Buch "Die Kunst des Verhungerns". In den auf wahren Begebenheiten basierenden drei Novellen erzählt Yves Rechsteiner von den verworrenen und verstrickten Phasen eines Lebens, das sich nicht einzwängen lassen will in die Konventionen der Normalität. So ist der namenlose Protagonist nach Kalifornien gezogen, um dort ein Rockstar zu werden, er strauchelt aber, bricht schliesslich alle Brücken hinter sich ab und beginnt eine Irrfahrt ins Ungewisse. Jahre später erinnert sich der Erzähler an seine Kindheit in der Kommune und fordert Klarheit über die Vergangenheit, rechnet mit allem und allen ab. Als der Vater dann aber an Krebs erkrankt und auszieht, diesen auszuhungern, tritt alles Nebensächliche in den Hintergrund.ndern lediglich einige wichtige Episoden als Basis genommen, um eine Geschichte zu erzählen. Infos unter www.hugendubel.de

Li Mollet liest „Tropfen im präfrontalen check-point“ und „Safari im Eigenen“ aus Erzählen macht Sinn. Das Buch ist kein Bestseller! Es wurde gemeinsam geschrieben von Li Mollet, Wolfram Malte Fues und Elisabeth Wandeler-Deck, Edition Howeg, Zürich 2017. Infos: Kritisches Lexikon zur Gegenwartsliteratur, www.literaturport.de/Li.Mollet und www.literapedia-bern.ch/Mollet,_Li

Rafael Nyffenegger singt und schreibt vom alltäglichen Leben und erzählt skurrile Geschichten über Menschen und Tiere, richtet den Blick dabei jedoch auch gegen innen und lässt sich von abstrusen Gedanken und tiefen Gefühlen inspirieren. Neben Mundartliedern schreibt er auch Kurzgeschichten und Gedichte, sowie Texte aus dem Bereich Spoken Word. Infos unter www.rafaelnyffenegger.ch

Federica de Cesco wurde 1938 in der Nähe von Venedig geboren. Sie wuchs als Toch­ter eines italienischen Ingenieurs und einer deutschen Mutter mehrsprachig an verschie­denen Orten in Italien, Äthiopien, Deutschland und Belgien auf. Im Alter von fünfzehn Jahren schrieb sie mit «Der rote Seidenschal» ihr erstes Jugendbuch, das bald zum Grosserfolg avancierte. Federica de Cesco absolvierte ein Sprach- und Psychologiestudium an der Universität Lüttich (Belgien) und zog 1962 in die Schweiz. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem japa­nischen Fotografen Kazuyuki Kitamura, am Genfersee. Sie schrieb zuerst französisch, seit rund zwanzig Jahren verfasst sie ihre Bücher jedoch in deutscher Sprache. Sie gilt als meistgelesene zeitgenössische Jugend­buchautorin im deutschen Sprachraum. Fremde Kulturen und der Lebensweg starker, aus­sergewöhnlicher Mädchen sind die zentralen Themen in ihrem Werk. Federica de Cesco begeistert mit ihren Büchern nicht nur seit Jahrzehnten Gene­ratio­nen von Jugendlichen, sondern seit den Neunzigern – mit Bestsellern wie «Silbermuschel» (1994) oder «Die Tibeterin» (1998) – zunehmend auch eine erwachsene Leserschaft. Allein «Die Tibeterin» verkaufte sich als Taschenbuch bis anhin fast 200'000 mal. «Muschelseide», Federica de Cescos jüngstes Werk, ist im Oktober 2007 erschienen bei Blanvalet. Im Januar 2008 hat Arena unter dem Titel «Wilde Pferde, weites Land» eine Jugendbuchsammlung veröffentlicht. Federica de Cesco wird aus ihrem neuen Roman "Der Englische Liebhaber". Infos unter www.europa-verlag.com

Musik von Daniel Woodtli (www.danielwoodtli.ch)


DER LESESESSEL

Schreibende aller Art lesen ihre Texte aus dem Sessel.

Eine Bühne, ein Sessel, eine Leselampe, ein Tisch, ein Glas Wasser - und eine Person, die ihre schriftstellerischen Erzeugnisse vor einem interessierten Publikum zum Besten gibt.

Wir öffnen die ONO-Bühne einmal im Monat sowohl für etabliertere SchriftstellerInnen wie auch sogenannte 'Schubladenautoren' und wollen in einer entsprechenden Atmosphäre zum gegenseitigen Austausch anregen.

Moderation: Conny Brügger

Organisation und Programmation: Daniel Kölliker, künstlerischer Leiter ONO

Fragen an: info@onobern.ch

LITERARISCHE AUSZEICHNUNG DES KANTONS BERN 2012

Seit 2008 dient unsere Literatur-Plattform «Lesesessel», die 2012 vom Kanton Bern ausgezeichnet wurde,  SchriftstellerInnen als Bühne, auf der neue, zuweilen experimentelle Texte aller möglichen Gattungen einem interessierten Publikum präsentiert werden können. Nach den Lesungen entstehen angeregte und weiterführende Diskussionen zwischen den Schreibenden und der Zuhörerschaft. Als Treffpunkt für unbekannte wie namhafte AutorInnen (egal ob bereits verlegt oder noch verlegen) hat sich das innovative Format einen wichtigen Platz im Netzwerk des Berner Literaturbetriebes erobert.

Galerie/Türe/Bar: 19:00 Uhr

Eintritt: Fr. 20.00 / 10.00