buecher
LITERATUR: Bilingue Slam

Der Slam wird auf Deutsch und Gebärdensprache live übersetzt.

Mit Mirjam Münger (Slamerin Gebärdensprache), Gian Reto Janki (Slamer Gebärdensprache), Katja Tissi (Gebärdensprache), Michèle Friedli (Slamerin deutsch), Simon Chen (Slamer deutsch), Lea Gottheil (Deutsch) und Michael Herzig (Deutsch)

Mirjam Münger ist gehörlos und sehbehindert (Ushers Syndrom). Kommt ursprünglich aus dem Aargau, tummelt sich aber seit 2000 im schönen Bernbiet. Arbeitet mit Menschen. Mag Humor aber auch Ernsthaftes und Tiefgründiges. Ist 2011 in die Welt der Slams eingetaucht. Hat Spass daran, mit Gebärdensprache zu experimentieren und mit ihr die verschiedensten Gedanken – von witzigen bis zu ernsten – mit anderen Menschen zu teilen.

Gian Reto Janki, gehörlos, 1973, wohnhaft in Horgen. Der gebürtige Bündner ist hauptberuflich als soziokultureller Mitarbeiter in den Kantonen Zürich tätig. Er ist Moderator am Kommunikationsforum, wo er mit Leidenschaft für verschiedenen Gesprächsstoff wie über Gesellschaft, Sozialpolitik und Gehörlosenkultur sorgt. In der Freizeit beschäftigt er sich am liebsten mit der Erforschung der Gehörlosengeschichte und der allgemeinen Geschichte. Bereits drei Mal trat er am Deaf Slam im Albani in Winterthur auf. Im März 2013 konnte er zum ersten Mal am Bilingualen Slam im ONO Bern auftreten und es folgten diverse Auftritte wie am Visual Slam in Basel 2013,  Bilingue Slam in Aarau. Winner Bilingue Slam Aarau 2013. Slammen in Gebärdensprache und die Provokation macht ihm besonders Spass!

Katja Tissi, 1963, gehörlos geboren in Schaffhausen. Als Mutter von drei Töchtern bildet sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Heilpädagogik HfH Zürich GebärdensprachdolmetscherInnen aus. Beim TheaterTraum arbeitete sie für den Choreographen und das Ensemble als Gebärdensprachchoach. Ab und zu tritt sie zudem an DeafSlams in Winterthur und an Visual-Festivals (Poetry-Slams in Gebärdensprache) auf. Sie mag besonders die Feinheiten der Gebärdensprache und setzt sich intensiv mit dem Stil dieser besonderen Sprache auseinander.

Michèle Friedli, Friedlich mutet sie an - la belle Michèle eine charmante Irre-führung, denn dieses waschechte Berner Meitschi röhrt ins Mikrofon, was Mundart zu bieten hat. Entgegen dem Cliché ihrer Herkunft ist sie schnell im Kopf und ihre Pointen nicht immer ganz stubenrein. Ihre scharfzüngige Schreibkunst bringt es auf den Punkt und zerlegt die Bühne wie Chuck Norris im rosa Tütü. An den Schweizermeisterschaften in Winterthur begeisterte sie das Publikum mit Texten aus ihrer Reihe: "Me het jedä Tag e Tubel z guät" und wurde mit dem dritten Rang belohnt. Michèle Friedli, in Bern, geboren 1981, Ausbildung zur Chemielaborantin in Basel. Ihren ersten Auftritt absolvierte sie im 2009. Seither sieht man die Mundart-Wrestlerin regelmässig auf Kleinkunstbühnen. Infos: www.michelefriedli.ch

Simon Chen, *1972 in Fribourg geboren, Schauspielausbildung an der Hochschule für Theater Bern, Engagement am Theater Bielefeld, zwei Jahre freischaffend in Berlin, 2003-2006 Ensemblemitglied des Theater Marie. Seitdem selbständiger Autor und Spoken Word-Künstler (Slam Poetry, Auftragstexte, Moderationen). Im Dezember 2013 erschiend sein Buch/CD „Sushi Casanova“ (Edition Porro). Vater von zwei Töchtern, lebt in Zürich. Infos: www.simonchen.ch

Lea Gottheil ist 1975 geboren worden und hat in ihrer Kindheit vermehrt auf Hügeln nahe der Stadt Zürich gelebt. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Stadt Zürich. Sie ist dem Beruf, den sie in einer feinen kleinen Buchhandlung erlernt hat, treu geblieben. Heute arbeitet sie Teilzeit als Buchhändlerin mit vollem Herz für alte und neue Literatur. Lea Gottheil hat diverse Erzählungen und Gedichte geschrieben, die in Anthologien und Zeitschriften erschienen sind. 2007 hat sie sich einen Theatertraum verwirklicht und ist mit ihrem „Handtaschenmonolog“ auf die Bühne gegangen. Inszeniert hat das Stück der Schauspieler und Regisseur Krishan Krone. Die Musikerin Natascha Stohler hat das Stück mit Eigenkompositionen enorm bereichert. Im März 2009 ist Lea Gottheils erster Roman „Sommervogel“ im Arche Verlag erschienen. Infos: www.leagottheil.ch

Michael Herzig, lebt in Zürich. 1965 in Bern geboren, wächst er an den Ufern der Emme auf. Nach dem Abitur arbeitet er als Musikjournalist und Schallplattenverkäufer und versucht vergeblich, Rockstar zu werden. 1998 bis 2014 arbeitet Michael Herzig im Sozialbereich und leitet u.a. niederschwellige, sozialmedizinische Einrichtungen für Drogen- und Alkoholabhängige, psychisch Kranke, Langzeitarbeitslose und Sexarbeiterinnen. Ende Juni 2014 hängt er seinen Job an den Nagel. 2007 veröffentlicht Michael Herzig seinen ersten Kriminalroman, danach folgen Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften sowie weitere Krimis. Für Töte deinen Nächsten erhält er die mit 10'000 Franken dotierte Zürcher Auszeichnung für herausragende literarische Neuerscheinungen. Im Grafit Verlag Dortmund sind von Michael Herzig bislang vier Romane mit der ebenso eigenwilligen wie leidenschaftlichen Stadtpolizistin Johanna di Napoli erschienen: Saubere Wäsche, 2007, Die Stunde der Töchter, 2009, Töte deinen Nächsten, 2012, Frauen hassen, 2014. Neben Kurzgeschichten, Romanen und Gedichten schreibt Michael Herzig auch Emails. Infos: www.michaelherzig.ch

Moderation Gebärdensprache: Christoph Staerkle, – Alter unwichtig - als bekannter Schweizer Komikermime und unschlagbar skuriler Improvisator trat Staerkle auf vielen Bühnen auf. Er ist nicht nur auf der Bühne anzutreffen sondern auch auf unerdenklichen Plätzen präsent. Moderiert hatte er unter anderem wortlos die Schweizer Künstlerbörse ktv Thun, 2. Deutsche Kulturtag der Gehörlosen in Dresden, Stadtführung der Stadt Zug u. A., Bilingue Slam im ONO Bern sowie Visual Slam während dem Visual Festival 2013 in Basel. www.staerkle.ch

Moderation Deutsch: Mike Bucher

Galerie/Türe/Bar: 19:00 Uhr

Eintritt: Fr. 23.00 / 18.00