ONOPriska

ONO ist auch ein Ort der Bildenden Kunst. Auf knapp 30 Quadratmetern haben lokale wie internationale Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, Gegenwartskunst in den Bereichen der Grafik, Malerei, Zeichnung, Fotografie oder Film (Installation) auszustellen. Durch den Kultur- und Barbetrieb in den selben Räumlichkeiten,machen wir die Werke einem Publikum zugänglich, das nicht zwingend eine Galerie besuchen würde. Ausserdem gelingt es ONO auf diesem Weg, die Gegenwartskunst dem Theater, der Musik, dem Tanz, der Literatur und dem Film gegenüber zu stellen.

Öffnungszeiten: Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und nach telefonischer Vereinbarung:  031 312 73 10

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Ausstellung 'Ringen' von Isabelle Krieg

 

Isabelle Krieg (*1971 in Fribourg, CH) lebt in Dresden und Zürich. Sie findet in der Natur, im Weltgeschehen und in ihrer eigenen Biografie die Gründe, um Kunst zu machen. Diese Welten verbindet sie miteinander und schafft so neue Räume und Ordnungen. Hauptsächlich arbeitet sie installativ, aber auch Performances, Fotografien, Kunst am Bau und Interventionen im öffentlichen Raum gehören zu ihren Ausdrucksmitteln. Sie agiert unvoreingenommen und hat keine Angst davor, besetzte Bilder in ihrem Sinne aufzubrechen und umzuwerten. Durch ihre Werke ziehen sich Poesie, Humor und eine Prise Verstörendes.

 

Zum Werk


Isabelle Krieg: Ringen, 2016

7 Ringe aus Schwemmholz und gefärbtem Epoxidharz

20 – 170 cm Durchmesser, Gesamtgröße variabel

CHF 8'000

 

Die Arbeit „Ringen“ mutet von ihrem Titel her angestrengt an. Ein Kampf um Entscheidungen, Haltungen, Worte, ein Kampf mit einem Gegner, das Ringen darum, wie sich etwas entwickelt und wer oder was sich durchsetzen wird. So ein „Ringen“ kennt Isabelle Krieg gut aus ihrer künstlerischen Arbeit, denn sie ist hartnäckig. Nichtsdestotrotz kommt die Arbeit mit ebendiesem Titel leicht, verspielt, ein bisschen schwebend daher. Filigrane Ringe in zurückhaltenden Farben, manche glänzend wie frisch aus dem Wasser gezogen, manche knochenmatt, bilden eine dreidimensionale Zeichnung auf der Wand. Assoziationen an Seifen-, Luft- oder Gedankenblasen, an Wasserringe oder je nach Anordnung auch an Jahresringe steigen auf. Die Ringe sind nicht wirklich rund, sondern etwas krakelig, mit Ecken und Fortsätzen. Der Grund dafür ist ihr Material: Sie bestehen aus Aststücken, von Flüssen glattgewaschen und ans Ufer gespült, die Isabelle Krieg seit vielen Jahren wegen ihrer Feinheit und „Knochigkeit“ schön findet und sammelt. Zu Kreisen zusammengefügt, mit gefärbtem Epoxidharz in mehreren Schichten überzogen und geschliffen, bekommen sie eine ganz neue Materialität.

 

Ausstellungsdauer: 3. April bis 30. Juni 2017


Infos unter www.isabellekrieg.ch