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KLASSIK: Daidalos Guitar Duo

Wie kann Musik politische, gar revolutionäre Wirkungen entfalten? Auf diese Frage gaben Komponisten in den hoch politisierten 1960er und 70er Jahren ganz unterschiedliche Antworten. Hans Werner Henze solidarisierte sich mit der kubanischen Revolution und vertonte die Lebensgeschichte eines entflohenen Sklaven. Helmut Lachenmann verlagerte die Revolution ins musikalische Material und erforschte die Bedingungen der Klangerzeugung nochmal ganz neu und Rolf Riehm setzte sich fernab jeder Systematik dezidiert mit der Nueva canción der Zeit auseinander. Die spezifische Aura der Gitarre als Instrument der Volks- wie Kunstmusik, des intimen Ständchens wie des kollektiven Liedersingens kommt in diesem Konzert auf unerhörte Weise zum Klingen.

Mit Stefan Koim und Raphael Ophaus setzen sich zwei der profiliertesten deutschen Gitarristen mit dieser Frage auseinander. Die vielfach ausgezeichneten Musiker erhielten für ihre musikalische Arbeit zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, u.a. wurden beide von der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ gefördert und schlossen gemeinsam 2017 die „Meisterklasse“ von Prof. Jürgen Ruck ab.

Das Daidalos Guitar Duo blickt bereits auf eine langjährige Konzerttätigkeit zurück. Neben der gemeinsamen Arbeit mit bedeutenden Komponisten wie Helmut Lachenmann, konnten sich die Musiker in den vergangenen Jahren auf verschiedenen international renommierten Festivals wie den „Darmstädter Ferienkursen“ oder auch den „Tagen für Neue Musik“ in Würzburg profilieren. Über die Interpretation der zentralen Werken der „Neuen Musik“ hinaus bilden die Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und die Erweiterung des Repertoire für ihre Besetzung den thematischen Schwerpunkt des Duos.

Programm

Hans Werner Henze – Memorias de „El Cimarón“

Rolf Riehm - KlageTrauerSehnsucht

Helmut Lachenmann – Salut für Caudwell

Galerie/Türe/Bar: 19:00 Uhr

Eintritt: Fr. 25.00 / 15.00

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